Stuttgart Rosenstein | Wettbewerbsbeginn

Arnulf-Klett-Platz: Wettbewerb zur Neugestaltung

Stadtplanung
Luftbild Arnulf-Klett-Platz

Mit dem Start des Planungswettbewerbs für den Arnulf-Klett-Platz und die Schillerstraße macht die Landeshauptstadt Stuttgart den nächsten Schritt hin zu einem attraktiven Auftakt zur Innenstadt. Gleichzeitig soll ein klimagerechter und gut vernetzter Stadtraum entstehen. 

Ziel ist eine Gesamtkonzeption für den Platz, der die Innenstadt und den neuen Hauptbahnhof besser miteinander verbindet. Durch die Verlegung des Cityrings auf die Wolframstraße wird der neue Bahnhofsvorplatz weitgehend autofrei und fußgängerfreundlich werden. Die bisher trennende Wirkung soll aufgehoben werden. Den Start des Wettbewerbs hat der Ausschuss für Stadtentwicklunund Technik am 29. September 2026 beschlossen. Über die Wettbewerbsbeiträge entscheidet eine Jury im Juni 2027.

„Der Arnulf-Klett-Platz soll zum Bindeglied zwischen Innenstadt und Hauptbahnhof werden. Die Aufwertung des öffentlichen Raums bietet die Chance, Mobilität, Klimaanpassung und Aufenthaltsqualität zusammenzudenken und neu zu entwickeln“, so der Stuttgarter Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, Peter Pätzold.

Neue Perspektive für einen zentralen Stadtraum

Der Bau des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs verändert das Stadtgefüge rund um den Bahnhof grundlegend. Damit eröffnet sich auch die Chance, den heute stark vom Autoverkehr geprägten und in die Jahre gekommenen Platz neu zu ordnen. Die geplante Verlegung des City-Rings schafft hierfür wichtige Voraussetzungen und bietet die Chance, die Innenstadt mit dem neuen Stadtviertel Stuttgart Rosenstein über den Hauptbahnhof zu verbinden.

Die heutige Gestaltung bietet nur eingeschränkte Aufenthaltsqualität und berücksichtigt Anforderungen an Klimaanpassung und die Fußwegebeziehungen zwischen Innenstadt und Hauptbahnhof nicht ausreichend. Der Wettbewerb soll deshalb eine zeitgemäße, ganzheitliche Antwort darauf geben, wie der zentrale Platz künftig aussehen und funktionieren kann. Dabei ist auch die unter dem Platz liegende Klett-Passage zu berücksichtigen, die durch vielfältige Auf- und Abgänge mit dem Arnulf-Klett-Platz und dem Bonatzbau verbunden ist.

Mehr Raum für Fuß- und Radverkehr, Begrünung und Aufenthalt

Der Arnulf-Klett-Platz bleibt ein wichtiger Bestandteil des multimodalen Verkehrsknotens am Hauptbahnhof. Busse, Taxen und Fahrräder sollen den Platz weiterhin queren. Künftig sollen auf dem Platz nur noch öffentlicher Nahverkehr und Lieferverkehr möglich sein. Eine niveaugleiche Führung der Fußwege soll den Platz besser mit dem umliegenden Stadtgefüge vernetzen, insbesondere mit der Königstraße.

Durch die Neuverteilung der Verkehrsflächen entsteht Raum für Fuß- und Radverkehr, Begrünung und eine hochwertige Gestaltung. Davon soll auch die Schillerstraße profitieren. Ein besonderer Schwerpunkt des Wettbewerbs liegt auf der Klimaanpassung und der Begrünung des Platzes und der Schillerstraße.

Ein attraktiver Platz für alle

Neben Mobilität und Gestaltung spielt auch das soziale Miteinander eine zentrale Rolle. Der neu gestaltete Platz soll unterschiedlichen Nutzergruppen offenstehen und über den gesamten Tag hinweg attraktiv sein. Vorgesehen sind verschiedene Aufenthaltsbereiche, die sowohl ruhige als auch belebte Nutzungen ermöglichen und unterschiedliche Bedürfnisse von Jung und Alt berücksichtigen.

Eine übersichtliche Gestaltung, gute Beleuchtung und einladende, begrünte Aufenthaltsbereiche sollen dazu beitragen, dass der öffentliche Raum sicher, offen und selbstverständlich für alle nutzbar ist.

18 Planungsteams für den Wettbewerb

Der Wettbewerb wird als einphasiger, nichtoffener freiraum- und verkehrsplanerischer Planungswettbewerb mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb durchgeführt. Voraussetzung für die Teilnahme ist der Nachweis der Qualifikationen in Landschaftsarchitektur und Verkehrsplanung. Die Bildung von Bewerber- beziehungsweise Arbeitsgemeinschaften aus Landschaftsarchitektur und Verkehrsplanung wird ausdrücklich empfohlen.

Insgesamt sind 18 Wettbewerbsteilnehmende vorgesehen.

Die eingereichten Entwürfe werden von einer Jury bewertet. Die Entscheidung über die Wettbewerbsbeiträge ist für Juni 2027 vorgesehen. Damit soll eine belastbare Grundlage für die weitere Planung des Arnulf-Klett-Platzes und der Schillerstraße geschaffen werden.

Hintergrundinformationen

Der Grundsatzbeschluss "Planerisches Zielbild und weiteres Vorgehen Wettbewerbe Arnulf-Klett-Platz (Schillerstraße) im Stadtbezirk Stuttgart-Mitte" ist hier abrufbar.

Informationen zum Zielbeschluss zur "Verlegung des City-Rings und der Umgestaltung Cannstatter Straße als Grundlage für die Auslobung des Ideenwettbewerbs Arnulf-Klett-Platz und Schillerstraße" sind hier abrufbar.