Verlegung des City‐Rings
Der Arnulf‐Klett‐Platz soll zu einem attraktiven Bahnhofsvorplatz werden. Dazu soll der Stuttgarter City‐Ring auf seiner Achse Schillerstraße/Arnulf‐Klett‐Platz weiter nördlich auf die Wolframstraße verlegt werden.
Die Erweiterung des City-Rings in Stuttgart ist ein großes infrastrukturelles Projekt, das sich auf die Verbesserung der Verkehrsführung innerhalb der Innenstadt konzentriert. Die Idee hinter dem City-Ring ist, den innerstädtischen Verkehr effizienter zu lenken und gleichzeitig die Lebensqualität zu erhöhen, indem der Verkehr in den Innenstadtbereichen reduziert wird. Entlang des City-Rings sollen zukünftig auch Radwege eingerichtet werden. Aktuell verläuft der City-Ring entlang der Friedrichstraße, Theodor-Heuss-Straße, Paulinenstraße, Hauptstätter Straße, Konrad-Adenauer-Straße und Schillerstraße.
Der City-Ring soll von der Schillerstraße in die Wolframstraße verlegt werden. Dies hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wohnen in seiner Sitzung am 14. Oktober 2025 mehrheitlich beschlossen. Die bisherige Strecke des City-Rings wird damit von 4,2 Kilometern auf 6,3 Kilometer erweitert.
Wenn der neue Hauptbahnhof fertiggestellt ist und die Züge unterirdisch im Durchgangsbahnhof fahren, soll auch das Bahnhofsumfeld neugestaltet werden.
Ziel ist es, die Schillerstraße zwischen Bonatzbau und Königstraße weitgehend vom Verkehr zu befreien. Künftig soll der Platz nur noch vom Busverkehr, Radverkehr, Taxen und dem Lieferverkehr befahren werden können.
Mit der Verlegung des City‐Rings wird das Vorfeld des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs deutlich entlastet und aufgewertet. Der Hauptbahnhof erhält dadurch einen angemessenen Vorplatz – ganz ohne die bislang trennende Wirkung einer stark frequentierten Hauptverkehrsstraße. Die neue Verkehrsführung verbessert zudem die Anbindung des Hauptbahnhofs an Stuttgart Rosenstein sowie an das Europaviertel und fördert eine engere Vernetzung der Innenstadt.
Durch die Verlegung des City‐Rings eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten zur Umgestaltung und Aufwertung der neugewonnenen Flächen.
Ein städtebaulicher und freiraumplanerischer Wettbewerb soll nach der Sommerpause 2026 aufzeigen, wie der Bereich künftig gestaltet werden kann. Das Ergebnis soll Mitte Juni 2027 vorliegen.
Im Zuge der weiteren Planungen wird auch geprüft, ob sich die unterirdische Arnulf-Klett-Passage künftig für eine Fahrradgarage eignen könnte. Denkbar wäre eine Anlage mit Platz für bis zu 1000 Fahrräder.
(Stand: 15.05.2026)