Stuttgart Rosenstein | Abschlussveranstaltung "Stadteil für alle"

Großes Kino beim Finale von „Stadtteil für alle“

Beteiligung
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Es war ein gelungener Abschluss nach einem intensiven Prozess. Am Montag, 25. Juli, wurden die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung „Stadtteil für alle“ den Teilnehmenden sowie allen Interessierten im StadtPalais – Museum für Stuttgart präsentiert. Eine sehenswerte Filmpremiere sowie eine gelungene Überraschung machten den Abend perfekt.

Nach den Begrüßungen durch Peter Pätzold (Bürgermeister Referat Städtebau, Wohnen und Umwelt), Markus Müller (Präsident Architektenkammer Baden-Württemberg) und Dr. Torben Giese (Direktor StadtPalais – Museum für Stuttgart) startete das erste Panel mit einem Impuls-Vortrag von Jochen Köber von Koeber Landschaftsarchitektur. Unter dem Titel „Stuttgart Rosenstein – natürlich urban“ beschrieb er die Besonderheiten des gemeinsam mit asp Architekten entwickelten Entwurfs, mit dem sich die Stuttgarter Büros 2019 beim offenen städtebaulichen Wettbewerb durchsetzen konnten. Blau-grüne Infrastruktur, Grauwasseraufbereitung, Spiel-, Sport- und Begegnungsräume sowie die Mehrfachnutzung von Flächen und Bauten sind einige der Stärken der Planung, die bewusst Raum für zukünftige Entwicklungen lässt.

Panel 1: radikal grün, klimagerecht und klimaresilient

Anschließend zeigte Dieter Grau vom international renommierten, in Kopenhagen gegründeten Architekturbüro Henning Larsen Beispiele aktuellen Städtebaus – unter anderem aus Singapur. Peter Hausdorf (SINAI, Berlin) zeichnete nach, wie die Bundesgartenschau Heilbronn 2019 zu einem Erfolg bei Publikum und Kritik wurde.

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Zu den Themenabenden wurden gezielt die federführenden Architekten und städtischen Fachplaner eingeladen, um spezielle Aspekte des Rahmenplans vorzustellen. Michael Hausiel, der Leiter der Städtebaulichen Abteilung Rosenstein, und Dörte Meinerling vom beauftragten Dialog-Büro planbar hochdrei stellten jeweils die Expertinnen und Experten vor, führten Interviews und moderierten Fragen aus dem Publikum.


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Innerhalb der geladenen Expertinnen und Experten herrschte Einigkeit darüber, dass der Austausch zwischen europäischen Planerinnen und Planern intensiviert werden sollte, damit bereits gemachte Erfahrungen in das Projekt Stuttgart Rosenstein einfließen und Fehler vermieden werden können. Markus Müller, der Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg, betonte die Gemeinsamkeiten und resümierte: „Wir lernen gerade alle voneinander. Weil vieles in diesem Land gerade auf dem Prüfstand steht und weil wir vor großen Veränderungen stehen, ist die Diskussion so wichtig. Ziel sollte es sein, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, das auch die nächsten 100 Jahre Bestand hat.“ Passend dazu verwiesen mehrere Referenten darauf, dass eine allgemeine, verbindende Idee helfen kann, dieses Ziel zu erreichen. So plädierte der Planer Dieter Grau dafür, in Bezug auf Stuttgart Rosenstein nicht nur Inhalte, sondern auch Emotionen – eine gemeinsame Vision – zu vermitteln.

Bürgermeister Peter Pätzold zeigte sich am Ende des Symposiums optimistisch: „Wir haben über die Bürgerbeteiligung viele Anregungen erhalten, die jetzt auch in den Rahmenplan eingearbeitet werden. Die heutige Veranstaltung zeigt, dass wir mit unseren Planungen auf dem richtigen Weg sind. Die Beteiligung wird im weiteren Planungsverlauf fortgeführt werden. Unser Ziel ist es, diese Planungen so zügig wie möglich in die Umsetzung zu bekommen und damit auch das neue Rosensteinquartier zu bauen."

Fotos: Leif Piechowski/LHS

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